Chor der St.-Peter-und-Paul-Kirche Siegen

 Tätigkeitsbericht 2012

 

Ein für den Chor ereignisreiches Jahr ist zu Ende gegangen. Geprägt hat dieses Jahr das 75- jährige Jubiläum der Kirchweihe der St.-Peter-und-Paul-Kirche und die gleichzeitige Gründung des Kirchenchores.

 

Insgesamt war der Chor in diesem Jahr dreizehn mal präsent. Zu zwei Konzerten, eine kirchenmusikalische Maiandacht, ein mal die Männerschola, acht mal die Gottesdienstgestaltung an Sonn-und Festtagen, eine Adventsandacht und die Christmette.

 

Doch schauen wir zunächst auf die Zusammensetzung des Chores.

 

Wir freuen uns über eine neue Sängerin, Rita Kiefer für den Sopran.

Und zwei neue Sänger, Hannes Klein und Thomas Maiworm, für den Tenor.

 

Doch leider wird der Sopran auf eine engagierte Sängerin verzichten müssen. Stimmlich bedingt muß Agnes Schenk derzeit pausieren, sie steht uns aber weiterhin treu zur Seite.

 

Im Alt kann Michaele Bruch aus familiären Gründen vorläufig nicht mehr im Chor aktiv sein.

 

Der Bass ist wie vorher mit acht starken Stimmen gut aufgestellt.

 

Insgesamt zählt der Chor 44 aktive Mitglieder, die sich nach Stimmen wie folgt zusammensetzen: 

17               Soprane

12               Altstimmen

7           Tenöre

8           Bässe

 

Zur Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2012 hat sich bei den Vorstandswahlen Folgendes ergeben:

 

-           Marianne Engel führt das Amt der Notenwartin für ein Jahr weiter

-           Angela Pfau wurde als zweite Notenwartin einstimmig gewählt

-           Hansjörg Sattler wurde als männlicher Beisitzer für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt

-           Regina Heupel wurde als Vorsitzende für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt.

 

Der Vorstand traf sich in diesem Jahr vier Mal und darüber hinaus zu vielen E-Mail Kontakten.

           

Am 8. Januar gab der Chor ein geistliches Konzert zum Abschluss der weihnachtlichen Festzeit und eröffnete damit das Jubiläumsjahr.

 

Unter der Leitung von Helga-Maria Lange wirkten neben dem Chor ein Streicherensemble sowie Patrick Federhen (Oboe) und Jürgen Poggel (Orgel) mit.

 

Das weihnachtliche Programm durch die Jahrhunderte begann mit Werken von Michael Prätorius und fünf Sätzen aus dem Gloria von Antonio Vivaldi. Aus dem Messias von Georg Friedrich Händel erklangen sowohl die instrumentale Hirtenmusik „Pifa“ als auch zwei Chöre „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn“ und „O Du, die Wonne“. Fehlen durfte in einer solchen Weihnachtsauswahl auch nicht von Johann Sebastian Bach „Ich steh an deiner Krippe hier“. Patrick Federhen, Oboist der Philharmonie Südwestfalen, und Helga-Maria Lange (Orgel) stimmten mit Wilhelm Hertels „Partita für Oboe und Orgel“ nachdenkliche, sorgfältig aufeinander bezogene Dialoge an, die im 3 Satz in sehr differenziert gestalteten Läufen von Freude beschwingt schienen. Aus Mozarts „Pastoralmesse G-Dur“ erklangen das „Kyrie“, das ehrfürchtige „Sanctus“ und das anbetende „Agnus dei“.

 

In eine ganz andere musikalische Stimmung wurden die Zuhörer durch drei Sätze aus Camille Saint –Saens „Oratorio de Noel“ versetzt. Nach dem „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter, und „Freu dich Erd und Sternenzelt“ durften die Zuhörer gemeinsam mit dem Chor

„Nun freut euch, ihr Christen“ anstimmen.

 

Für den begeisterten Applaus bedankten sich die Akteure mit einer Zugabe.

 

Doch Trauer und Abschiednehmen gehörten auch in diesem Jahr wieder dazu.

Am 30. Januar 2012 verstarb unser ehemaliges Chormitglied Hermann Jung.

Er war von 1970 bis 1989 aktiver Sänger und danach passiv mit dem Chor verbunden. Im Gedenken an Hermann Jung und Anteilnahme für die Familie hat der Chor am 26. Februar um 10.30 Uhr den Gottesdienst in der St.-Peter-und-Paul-Kirche mitgestaltet.

 

Am Sonntag, dem 19 Februar 10.30 Uhr hat die Männerschola das Choralamt gesungen. Es war gleichzeitig auch ein Abschied der Männerschola, denn zukünftig wird die Vesper-Schola das Choralamt mitgestalten. Ein herzlicher Dank gilt den Sängern unter der bewährten Leitung von Gerhard Engel, die in schlichter Einfachheit würdevoll die lateinischen Messtexte den Gläubigen vermittelten.

 

Zur Liturgiefeier an Karfreitag, dem 6.April, sang der Chor diesmal unter der Leitung von Herrn Ludwig Winand Werke von J.S Bach, Homilius, Heinrich Schütz und Friedrich Silcher.

 

Zum feierlichen Hochamt Ostersonntag, dem 8. April übernahm das Dirigat Herr Ludwig Winand und unsere Chorleiterin begleitete an der Orgel.

 

Es erklang aus der Credomesse von Mozart das Kyrie, Credo und Sanctus.

Das Gloria und den ersten Zwischengesang sang die Gemeinde aus dem Gotteslob.

Den zweiten Zwischengesang „Christus ist auferstanden“ der Chor.

Das Halleluja, zur Gabenbereitung und das Agnus dei sang dann wieder die Gemeinde.

Ein Orgelsolo, virtuos gespielt von Helga Maria Lange, konnten die Gläubigen zur Kommunion hören. Vom Chor erklang dann zur Danksagung „Der Herr erstand vom Tod“.

 

Im Rahmen des Jubiläumsjahres fand am Sonntag, dem 6. Mai eine Maiandacht statt, die kirchenmusikalisch vom Kirchenchor, der Sopranistin Verena Hülpusch und dem Organisten Thomas Maiworm mitgestaltet wurde.

Unter der Leitung von Helga Maria Lange wurden Mariengesänge von verschiedenen Komponisten unterschiedlicher Zeitepochen aufgeführt.

 

Unter Anderem erklang das „Ave Maria“ von Franz Schubert, vorgetragen von Verena Hülpusch und der Chor sang das „Ave Maria“ von Cesar Franck.

Außerdem waren Werke von Max Reger, Josef Gabriel Rheinberger, Franz Philipp, Malcom Archer und solistisch von Adolph Adam „O salutaris hostias“ zu hören.

 

Das Programm wurde mit Orgelvariationen von Clemens Ingenhoven, an der Orgel Helga Maria Lange, vervollständigt.

 

Zum Abschluss sangen die Gemeinde und der Chor gemeinsam aus dem Gotteslob „Gegrüßet seist Du Königin“.

 

Ein sehr schönes und zu Herzen gehendes Programm.

 

Das Hochamt zum Patronatsfest Peter und Paul am 1. Juli gestaltete der Kirchenchor mit feierlichen Gesängen. Zwischenrufe aus Taize, Chöre aus der Credo-Messe, aus dem Messias „Dient dem Herrn mit Freuden“, „Tantum ergo“ von Malcom Archer und von Dubios „Tu es Petrus“. Gemeinsam mit der Gemeinde erklangen Choräle aus dem Gotteslob.

 

So, das erste Halbjahr war geschafft und wir wurden in die wohlverdienten Ferien entlassen.

 

Die erste Probe nach den Ferien war bereits am 6. August, denn wir hatten noch ein vielseitiges Programm vor uns.

 

Es folgt nun ein Bericht über den Wander-und-Gute-Laune-Nachmittag des Chores am 25. August, von Regina Heupel.

 

Uns erreichte die traurige Nachricht, dass Herr Ludwig Winand am 28. August ganz plötzlich verstorben ist. Herr Winand war unserem Chor sehr zugetan und wenn unsere vielbeschäftigte Chorleiterin eine Vertretung benötigte, war er der Ansprechpartner und stellte sich zur Verfügung. Wir schätzten sehr seine Kompetenz und Freundlichkeit und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Am 19. September um 18.30 Uhr fand ein Festhochamt zum Gedenken der Kirchweihe vor 75 Jahren statt. Zugleich war es ein Treffen ehemaliger Geistlicher der St.-Peter-und-Paul-Kirche. Der Kirchenchor begleitete dieses feierliche Hochamt mit festlichen Gesängen.

 

Die Festwoche anlässlich des Jubiläums fand am Sonntag, dem 23. September mit einem Pontifikalamt und anschließendem Pfarrfest ihren Abschluss. Mit Chören aus der Credomesse von Mozart, dem „Halleluja“ aus dem Messias von Händel und weiteren Werken von Bach und Händel brachte der Kirchenchor Ehrfurcht und Freude zum Ausdruck.

 

Der Probentag, am Samstag, dem 13. Oktober bereitete uns intensiv auf das Konzert am 18. November vor. Mit viel Geduld ging unsere Chorleiterin alle schwierigen Passagen noch einmal durch und wir hatten wieder ein Stück mehr Sicherheit gewonnen.

 

Und dann war es soweit. Die Generalprobe am Samstag, dem, 17. November verlief nicht so, wie von unserer Chorleiterin gewünscht.

Es waren nur zwei Solisten anwesend und Frau Lange hat zusätzlich, außer dem Dirigat, den Solopart der Sopranstimme übernehmen müssen.

 

Am Sonntag trafen wir uns zur Einsingprobe um 14. 00 Uhr und das gestaltete sich auch länger als vorgesehen, sodass uns nur eine kleine Verschnaufpause bis zum Beginn um 16.00 Uhr blieb.

 

Doch das Festkonzert zum Jubiläum war ein großer Erfolg und schon alleine die vollbesetzte Kirche beflügelte uns.

Unsere Chorleiterin hatte ein anspruchvolles Programm zusammengestellt. Zu Beginn war von Vivaldi ein Concerto für Trompeter, Streicher und Orgel zu hören.

Dann kam der Chor zum Einsatz mit der „Großen Credomesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Es folgte von Georg Philipp Telemann ein Konzert für Oboe und Streicher. Von Georg Friedrich Händel erklang der Psalm 100 „Jubilate“, für den Chor eine große Herausforderung, die wir gut gemeistert haben. Nach einer Arie für Sopran, Oboe und Orgel, gesungen von Sandra Diehl haben wir dann das „Halleluja“ aus dem Messias angestimmt. Das Publikum dankte mit einem begeisterten Applaus und wir sangen zum Abschluss gemeinsam mit ihnen „Ein Haus voll Glorie schauet“.

 

Wie immer nach einem Konzert (es ist schon zur Tradition geworden), bat der Kirchenchor alle Akteure und Gäste ins Pfarrheim zu einem reichhaltigen Büfett und dieser Einladung sind alle gern gefolgt.

 

Es war uns eine besondere Freude die Firmung am 24. November in der Pfarrkirche mit unserem ehemaligen Pfarrer und jetzigen Weihbischof musikalisch mitzugestalten.

 

Am 2. Dezember, dem ersten Adventssonntag um 18.00 Uhr, gestaltete der Kirchenchor in vorweihnachtlicher Stimmung den Gottesdienst.

Schon vor Beginn der Messe erklang, hinweisend auf die Ankunft des Herrn, „Hoch tut euch auf“. Es folgte das Kyrie aus der Gounodmesse und zur Gabenbereitung „Machet die Tore weit“. Im Wechsel mit der Gemeinde erklangen adventliche Weisen aus dem Gotteslob in freudiger Erwartung auf das Weihnachtsfest.

 

Eine Adventsandacht anlässlich der Weihnachtsfeier des Rotary-Clubs Siegen- Schloss, fand am 10. Dezember in diesem Jahr in der

St.-Peter-und-Paul-Kirche statt. Der Chor wurde gebeten diese Andacht musikalisch zu begleiten. Diesem Anliegen sind wir gerne nachgekommen, da uns eine Spende für den Chor zugesagt wurde, die wir dankend annahmen. Wir sangen adventliche Weisen „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, „Machet die Tore weit“, Tröstet mein Volk“ und „Hoch tut euch auf“. Zwei Lieder zum Advent sang die Gemeinde zusammen mit dem Chor. Das brillante Orgelspiel zum Einzug und zum Auszug, an der Orgel Helga Maria Lange, vervollständigte diese adventliche Andacht.

 

Letztmalig in diesem Jahr traf sich der Chor um die Christmette festlich mitzugestalten. Wir brachten weihnachtliche Weisen aus verschiedenen Zeitepochen zu Gehör unterstützt von einem Streichquartett und Orgel. Bewundernswert war, wie unsere Chorleiterin zwischen Orgelspieltisch und Chor hin und her pendelte.

 

Zum Eingang sangen wir „Oh Du , die Wonne verkündet in Zion“, es folgte das Kyrie aus der Reimannmesse, auch Christkindlmesse genannt. Das „Transeamus“ zur Gabenbereitung und zum Friedensgruß „Ich steh an deiner Krippe hier“ dürfen in keiner Christmette fehlen. Gemeinsam mit der Gemeinde erklangen aus dem Gotteslob Choräle, welche die frohe Botschaft verkünden.

 

Zur Chorprobe vor Weihnachten und zur Christmette war Herr Tibus als Gastsänger dabei und wir würden uns freuen, ihn zukünftig in unserem Chor als aktiven Sänger begrüßen zu können.

 

Auch das Jahr 2012 war ein weiteres Stück Chorgeschichte mit vielen gemeinsamen Erlebnissen. Nur unser Chorausflug nach Xanten blieb, wegen vieler anderer Termine, auf der Strecke. Aber das holen wir nach, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

 

Ein besonderer Dank gilt all denen, die sich für den Chor einsetzen.

 

Herrn Thomas Maiworm, der die Chorprobe übernahm, während unsere Chorleiterin dienstlich in Paderborn weilte und sich auch zur stimmlich getrennten Probe intensiv den Männerstimmen widmete.

 

Unserer Chorleiterin, die mit viel und Fleiß und Geduld den Chor motiviert und zu guten klanglichen Ergebnissen bringt.

( Der langanhaltende Applaus nach den Konzerten bestätigt das) Unserer Vorsitzenden Regina Heupel, die mit viel Engagement den Chor vertritt und leitet. Brigitte Sattler, die mit immer neuen Ideen den Chorausflug plant und sich um soziale Belange kümmert. Hansjörg Sattler unser Webmaster, der im Internet den Chor präsentiert und alles auf den neuesten Stand bringt. Tim Holzhauer, der sich korrekt und verlässlich um finanzielle Belange kümmert.

Den Notenwartinnen, die wie die Heinzelmännchen, unsichtbar für uns, alle Noten wieder an Ort und Stelle sortieren.

 

Aber was wäre ein Kirchenchor ohne Sängerinnen und Sänger, ihnen ein ganz besonderer Dank für ihren Einsatz.

  

Siegen, im Januar 2013 

(Schriftführerin)